Schmeckenbecher 2007

Es dunkelt schon in der Heide

Musik: trad. / Erich Schmeckenbecher
Text: trad.

 

Es dunkelt schon in der Heide,
nach Hause lasst uns gehen;
Wir haben das Korn geschnitten
mit unserem blanken Schwert.

 

Ich hörte die Sichel rauschen,
sie rauschte durch das Korn,
ich hört’ mein Feinslieb klagen,
sie hätt’ ihr Lieb verlor´n.

 

Hast du dein Lieb verloren,
so hab ich noch das mein´:
so wollen wir beide mit’nander
uns winden ein Kränzelein.

 

Ein Kränzelein von Rosen,
ein Sträußelein von Klee:
zu Frankfurt an der Brücke,
da liegt ein tiefer Schnee.

 

Der Schnee, der ist zerschmolzen,
das Wasser läuft dahin;
kommst du mir aus den Augen,
kommst mir nicht aus dem Sinn.

 

In meines Vaters Garten,
da steh´n zwei Bäumelein;
das eine, das trägt Muskaten,
das andere Braunnägelein.

 

Muskaten, die sind süße,
Braunnägelein sind schön;
wir beide müssen uns scheiden,
ja scheiden, das tut weh.

 
Liedtext

1. Es dunkelt schon in der Heide
 

Liebe im Schnee

Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes
Leben hindurch die kalte Welt aushalten.
- Jean Paul –

 

Es gibt eine Liebe für Wein und Musik
und eine für Flieder und Klee;
doch unsere Liebe war sie stiller, sie war
zu Ende ging damals grad schweigsam das Jahr –
geschaffen, mein Schatz, für den Schnee.

 

Wir fuhren am Sonntag schon zeitig hinaus
und schritten durchs einsame Land
rings lagen die kahlen Gehölze verschneit -
und schritten so Stunden, bis mittags zurzeit
am Weg eine Scheune sich fand.

 

Wir lösten die Planken und zwängten uns durch
und gruben ins Heu tief uns ein;
bald waren die Brote belegt und verzehrt,
die Flasche voll Tee mit Zitrone geleert,
und blau wuchs im Guckloch der Schein.

 

Vom Dorn auf dem Rain fiel ein Blatt in den Schnee,
ein Halm hob sich fahl aus dem Feld;
sonst lagen erstorben Gelände und Hang
verschneit, und es klopfte das Herz uns so bang,
als wären nur wir auf der Welt.

 

Vom Dorn auf dem Rain fiel ein Blatt in den Schnee,
ein Halm hob sich fahl aus dem Feld;
sonst lagen erstorben Gelände und Hang
verschneit, und es klopfte das Herz uns so bang,
als wären nur wir auf der Welt.

 
Liedtext

2. Liebe im Schnee
 

Liebe macht mich irre

Musik & Text: Erich Schmeckenbecher

 

Ich warte ständig auf ein Zeichen
ich warte auf ein Wort von dir.
So lang konnt´ ich dich nicht erreichen,
so lange hört´ ich nichts von dir.

 

Ich spür´, dass ich es nicht ertrage,
bin zu weit weg und doch bei dir.
Bis ans Ende meiner Tage:
du bist und bleibst ein Teil von mir.

 

Liebe, Liebe macht mich irre,
Liebe, Liebe macht mich blind,
wenn ich mich in mir verirre,
weiß ich nicht mehr wo wir sind.

 

Nun lese ich die alten Briefe
mir all der Wärme und der Kraft.
Je mehr ich mich darin vertiefe,
weiß ich, was ich falsch gemacht.

 

Liebe, Liebe macht mich irre,
Liebe, Liebe macht mich blind,
wenn ich mich in mir verirre,
weiß ich nicht mehr was wir sind.

 

Draußen fällt ein schwerer Regen
und drinnen ist es eisig kalt.
Wirst du mir nochmal vergeben,
oder werd´ ich einsam alt.

 

Liebe, Liebe macht mich irre,
Liebe, Liebe macht mich blind,
wenn ich mich in mir verirre,
weiß ich nicht mehr wer wir sind.

 
Liedtext

3. Liebe macht mich irre
 

Regenwolken

Musik: Erich Schmeckenbecher
Text: Klaus Lage/Claire Beyer/Horst Dillmann

 

Wer kennt nicht die schlimmen Zeiten
Einsam liegst du wieder wach
wolltest kühn durch´s Leben reiten
Doch du fühlst dich klein und schwach

 

Niemand da der dir die Hand reicht
Keine da die dich jetzt küsst
Niemand hier der dir den Weg zeigt
Keiner hier der dich vermisst

 

Regenwolken hängen schwer
legen sich zur Sonne quer
Reißt die Schleusen einfach auf!
Lasst dem Regen seinen Lauf

 

Wer kennt nicht die schönen Zeiten
Du hältst die Liebste weich im Arm
Fern die Tage, sich zu streiten
Und die Nacht ist tropenwarm

 

Wenn man liebt, ist alles Liebe
Bis sie jäh zu Ende geht
Manchmal ist man einfach müde
Bis die Trauer dann verweht

 

Regenwolken hängen schwer
legen sich zu Sonne quer
Reißt die Schleusen einfach auf
Lasst dem Regen seinen Lauf

 
Liedtext

4. Regenwolken
 

Die Erde ist müde

Musik: Erich Schmeckenbecher
Text: Horst Dillmann/Claire Beyer/Erich Schmeckenbecher

 

Die Erde ist müde, die Flüsse verzweifelt und wild
Verdrängt die Gefühle, dass alles, was war, nichts mehr gilt
Verschlossen die Türen, das Schweigen ist heilige Pflicht
Wohin soll das führen, noch immer übt niemand Ver-zicht

 

Wo ist die Sonne, wo ist das Licht
Wo ist die Wahrheit, und wo ist sie nicht
Wo ist die Lösung und wo ist der Sinn
Wo ist die Angst, wo der Gewinn

 

Die Sehnsucht der Träume erstarrt im Gefüge der Welt
Wie blühende Bäume in salziges Wasser gestellt
In trägen Versuchen verwahren wir eigenes Glück
Wie taubstummes Rufen, kein Echo kommt jemals zurück

 

Wo ist die Sonne, wo ist das Licht
Wo ist die Wahrheit, und wo ist sie nicht
Wo ist eine Lösung und wo ist der Sinn
Wo ist die Angst, wo der Gewinn

 

Wem bleibt die Angst, wem der Gewinn
Wem bleibt die Angst, wem der Gewinn
Wem bleibt die Angst, wem der Gewinn

 
Liedtext

5. Die Erde ist müde
 

Ein schönes Land

Musik: trad. / Erich Schmeckenbecher
Text: Dieter Süverkrüp

 

Ein schönes Land zu dieser Zeit
ist hier das unsre weit und breit,
wenn auch die Linden sich seltner finden
als vor der Zeit.

 

Wir haben wohl in mancher Stund
gesessen da in froher Rund
und taten singen, die Lieder klingen
im Eichengrund.

 

Dass wir uns hier in diesem Tal,
noch treffen so viel hundertmal -
lasst uns bedenken, wie wir es lenken
für allemal!

 

Nun haltet hier auf Erden Wacht,
dass sie nicht fällt in Todesnacht.
Sie zu behüten in ihrer Güten
seid wohlbedacht.

 
Liedtext

6. Ein schönes Land
 

1 Ein schönes Land 3:06
2 Regenwolken 3:59
3 Neue Liebe, neues Leben 3:38
4 Erinnerung und Vergessen 3:37
5 Erfolg 3:47
6 Liebe macht mich irre 4:39
7 Liebe im Schnee 4:01
8 Hinterm Güterbahnhof 3:23
9 Ein stolzes Schiff 4:10
10 Die Erde ist müde 4:41
11 In all den Jahren 4:22
12 Es dunkelt schon in der Heide 5:48
13 Andre, die das Land so sehr nicht liebten 3:13 (Bonus)
(Live Aufnahme vom Festival “Leben ist Poesie” 2004 in Stuttgart)

Gesamtspielzeit: 52:46

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  • AQUARIUM 
  • Der Vogel Sehnsucht 
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